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Perücken, Bärte und Schminke…

Heute ist die Premiere, die Uraufführung von „Wuthering Heights – Sturmhöhe“!  Vor der Vorstellung müssen alle Schauspielerinnen und Schauspieler in die Maske und werden in die Figuren, die sie verkörpern, mithilfe von Make-Up, Haarteilen und falschen Bärten verwandelt…

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Interview mit Luka Dimic

Luka Dimic spielt in „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ die Rolle des Heathcliff. Ein düsterer Charakter, der, unglücklich verliebt, gefährliche Rachepläne schmiedet…

Ich durfte ihn zum Interview auf der Probebühne im Theater der Jugend treffen!

 

 

 

Musik-Credit:
Yes You Can by HookSounds http://www.hooksounds.com/
Creative Commons — Attribution 4.0 International — CC BY 4.0
https://creativecommons.org/licenses/…
Music provided by Music for Creators https://youtu.be/Tfenfvh_rMU

Leichen im Keller?

Besuch in der Requisite

Leichen im Keller? Im Theater der Jugend ist das nichts Ungewöhnliches. „Wuthering Heights“ ist nicht das erste Stück, in dem eine Leiche vorkommt. Ich durfte in der Requsite vorbeischauen, in der gerade fleißig an den Requisiten für „Wuthering Heights“ gearbeitet wird. Was dafür alles gebastelt werden muss? Ganz einfach: Alles was nicht im Internet zu finden ist, oder schlicht und einfach zu teuer ist. Mein Persönliches Highlight: Die Leiche.

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In einer Szene in Wuthering Heights kommt eine Leiche vor. Felicitas Franz, die die Rolle der Toten spielt, muss in derselben Szene auf der Bühne sein. Wie das geht? Eine Puppe. Und zwar eine lebensechte. Damit die Leiche genauso aussieht wie die Schauspielerin, wurde sie ganz genau vermessen. In der Reqisite wird ihr Körper nachgebaut. Die Leicheteile werden aus großen Blöcken herausgeschnitten. Die Blöcke sind eine Art Schaumstoff. Sie könne ganz leicht mit einer Klinge bearbeitet werden. Ich bin Zeugin, wie aus einem groben Block nach und nach ein Bein wird. Mir wird erklärt, dass die Puppe ein Skelett bekommt, damit sie sich auch wie ein richtiger Körper bewegen lässt.

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Auf dem Tisch, an dem ich sitze, liegen ein paar Stangen, die werden das Skelett ergeben. Natürlich hat das Skelett auch Gelenke. Die Schultern werden so wie bei einem richtigen Menschen Kugelgelenke haben, damit sich die Arme in alle Richtungen bewegen können. Die restlichen Gelenke werden alle Schaniergelenke sein. Die Puppe wird auch eine Art Muskeln bekommen. Das Team ist sich noch nicht ganz sicher, ob sie die aus Gummischläuchen oder Lederriemen machen wollen. Sie werden dazu dienen, dass sich Körperteile nicht komplett in die falsche Richtung biegen und nur schlaff runter hängen.

Skelett   tisch

Beim Basteln von der Leiche muss an ziemlich viel gedacht werden. Wie schwer die Leiche wird zum Beispiel. Schließlich muss nicht nur der Schauspieler sondern müssen auch die ReqisiteurInnen die Leiche durch die Gegend schleppen. Eine andere Sache, an die die meisten nicht denken würden, sind die Schuhe. Die Schuhe? Was muss man bei den Schuhen beachten? Wenn die Leiche über den Boden gezogen wird, ist das gesammte Gewicht der Puppe auf dem Punkt, mit dem sie am Boden aufliegt. Also auf den Fersen. Und was ist auf den Fersen? Die Schuhe. Wenn nun das ganze Gewicht auf den Fersen ist und die Puppe gezogen wird, werden ihr dadurch die Schuhe ausgezogen und die Leiche ist Barfuß. Das will natürlich keiner. Wenn es gut geht reicht es, dass der Fuß ein großer Schaumstoffklotz ist und einfach im Schuh hängenbleibt. Im schlimmsten Fall muss der Schuh am Fuß angeschraubt werden.

Die RequisiteurInnen erzählen mir, dass sie oft Sachen basteln, die im Stück dann doch gar nicht verwendet werden. Ob die Leiche ganz aus dem Grab gezogen wird oder nur bis zu Hüfte wissen sie noch gar nicht. Möglicherweiße machen sie die Beine ganz um sonst.
Ein anderes Projekt an dem gerade gearbeitet wird ist das Vogelnest. Während dem Stück soll ein Nest zerbröselt werden. Im Moment wird noch probiert, wie man das am besten anstellen soll. Vielleicht Blätterteig? Auf dem Tisch steht schon ein gebackenes Nest. Es ist angemalt, damit man nicht sofort sieht, dass es aus Teig ist. Da das Nest zerbröselt wird, muss für jede Vorstellung ein neues gemacht werden.

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Nach meinem Besuch muss ich sagen: Ich bin beeindruck. Wenn man Requisiten bastelt muss man auf einiges achten. Und man muss vor allem ein paar Dinge drauf haben. Um in der Requisite arbeiten zu können muss man geschickt sein, Einfallsreichtum haben und sich ein bischen mit den physikalischen Gesetzen auskennen. Aber keine Angst, wenn man etwas nicht weiß kann man einfach nachfragen. Im Theater helfen sich alle gegenseitig. So kann es schon mal sein, dass ein Bühnentechnicker und eine Requisiteurin zusammenarbeiten.

Wudder…wother….WO….WUTHERING

Vereinzelte Schneeflocken tanzen vom Himmel. Ich bin am Weg ins Theater der Jugend. Ich bin nervös. Heute ist die erste Leseprobe von Wuthering Heights – Sturmhöhe. Mit ihr beginnt der Probenprozess. Und ich werde dabei sein. Von Anfang bis Ende der Produktion werde ich regelmäßig im TdJ vorbeischauen und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Über eine Wendeltreppe geht’s in den Keller zum Probenraum.
Nach und nach trudeln SchauspielerInnen, die BühnenbildnerIn, der Regieassistent, etc. ein. Es gibt viele erste Treffen und genauso viele Wiedersehen. Alle begrüßen sich.
Jeder sucht sich einen Platz am Tisch und los geht es mit der offiziellen Vorstellrunde. Es wird an einem Ende der Tischformation begonnen und geht nach rechts weiter. Jeder nennt seinen Namen und sein Aufgabengebiet im Zusammenhang mit dem Stück. Auch ich muss mich vorstellen. Nach relativ kurzer Zeit komme ich an die Reihe. Ich erkläre kurz, dass ich regelmäßig bei den Proben vorbeisehen werde um darüber zu bloggen. Puh – geschafft. Die Vorstellrunde geht weiter, bis am Ende jeder weiß mit wem er es zu tun hat – schließlich werden sie die nächsten Wochen viel zusammenarbeiten.

Als nächstes wird das Bühnenbild von Vanessa Achilles-Broutin vorgestellt – von den ersten Ideen bis zum Ist-Zustand. Auch wenn die Proben erst jetzt beginnen, am Bühnenbild wird schon lange gearbeitet. Am Ende haben alle Anwesenden eine gute Vorstellung wie das Bühnenbild aussehen könnte. Steil kann ich da nur sagen!

Nach einer kleinen Pause werden die Tische umgestellt. Ein Teil der Anwesenden verabschiedet sich. Es bleiben SchauspielerInnen, Regisseur, Regieassistenz, Dramaturg und Kostümbildnerin. Und natürlich ich. Die erste Leseprobe beginnt!

Nach der Pause wird wortwörtlich über Gott und die Welt geredet. Der Regisseur Thomas Birkmeir setzt sich zusammen mit den SchauspielerInnen mit stückbezogene Themen auseinander. Es wird über Leben, Liebe und Glaube geredet. Die Hintergründe der Rollen werden besprochen und hinterfragt. Es wird viel mit Alltag und schon Erlebten verglichen, damit alle ein Gefühl und Verständnis für die jeweiligen Rollen bekommen. Obwohl die Themen im Allgemeinen sehr ernst sind, werden viele Späße gemacht und es wird viel gelacht.

Nach einer weiteren kurzen Pause geht es sofort weiter. Es sitzen noch nicht alle und Thomas Birkmeir schließt an wo er aufgehört hat und redet weiter als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Endlich wird das Stück gelesen. Allerdings nur ein Teil davon. Das Stück ist nämlich noch nicht fertig geschrieben. Thomas Birkmeir wird es noch während des Probeprozesses fertig schreiben – so macht er das immer, heißt es. Über den Inhalt des Stückes kann ich euch natürlich noch nicht so viel verraten. Was ich euch allerdings verraten kann ist, dass es viele sprachliche Stolpersteine, wie „Thrusscross Grange“ beinhaltet. Probiert mal aus es zu sagen ohne eure Bildschirme anzuspucken. Sogar der Titel „Wuthering Heights“ ist nicht für jeden leicht auszusprechen, weshalb sich schnell auf das liebevolle Kürzel WU geeinigt wurde.

Das warʹs zu dieser Probe. Bald gibt’s mehr zu Wudder…wother….WO….WUTHERING Heights!

Making of – Theater!

Hallo alle zusammen,

mein Name ist Elena und ich werde in den kommenden Wochen diesen Blog mit Geschichten aus dem Theater, genauer gesagt aus dem Theater der Jugend in Wien, füllen. Aber zuerst will ich meinen Blog und mich vorstellen.

Ich bin 19 Jahre alt und gerade in meinem letzten Schuljahr.

Als ich 2004 in die Schule kam, fragte mich meine Mutter, ob ich ein Abo fürs Theater der Jugend haben will. Damals hatte ich Angst vor verkleideten Leuten und Theater. Und mit Angst meine ich große Angst. Meine Eltern hatten mich damals in ein Kasperltheater mitgenommen. Alptraum. Meine Oma ging mit mir ins Puppentheater „Hänsel und Gretel“. Der Horror.

Also ist leicht zu erraten was ich meiner Mutter damals geantwortet habe:
„Ja“. Warum? Weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung, wie ich auf die Idee gekommen bin, ein Theater-Abo wäre eine gute Sache. Jetzt im Nachhinein? Es war die beste Idee meines Lebens! Wie ihr seht spielt das Theater der Jugend eine große Rolle in meinem Leben!

Das erste Stück, das ich damals gesehen habe war „Konrad oder das Kind aus der Konservendose“. Danach war meine Angst wie weggeblasen und meine Liebe zum Theater geboren. Mein Ziel von da an war es, Menschen glücklich zu machen  ̶  indem ich Theaterstücke aufführte. Denn das war ja auch das, was mich glücklich machte. Meine Freunde wurden unfreiwillig zu Schauspielern, Spielzeuge zu Requisiten und meine Familie wurde mit improvisierten Theaterstücken zwangsbeglückt.

Noch heute ist mein Traum, Leute mit Theater und Film glücklich zu machen. Keine große Überraschung wenn ich euch jetzt sage, dass ich eine Medienausbildung mache, oder?

Ich habe die Ehre, den Probenprozess zu „Wuthering Heights-Sturmhöhe“ im TdJ (Theater der Jugend) begleiten zu dürfen, um darüber einen Blog zu schreiben. Und zwar genau diesen hier! Um euch einen Blick hinter die Kulissen von „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ zu geben.

Alles was ich erlebe, werde ich aufschreiben und euch erzählen.

Natürlich werde ich versuchen nicht so viel von der Geschichte zu spoilern. Sonst wär’s ja nicht mehr spannend, was die Schauspieler/innen ab 28.März auf der Bühne tun. Aber dafür kann ich euch mit Interviews, Berichten, Fotos und kurzen Videos aus Proberäumen, Werkstätten, Maske, etc versorgen.

Also wenn ihr euch dafür interessiert, wie ein Stück zustande kommt oder so wie ich einfach nur ein Fan seid, seid ihr hier genau richtig. Danke für die Unterstützung und seht euch „Wuthering Heights“ an 😉 .